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Was ist Cupping ? Professionelle Kaffeeverkostung und ihre Ziele


 

Cupping: Eine Reise durch die Welt des Kaffees

Hallo liebe Leserinnen und Leser,

heute möchte ich mit euch über eine faszinierende Technik sprechen: das Cupping. Diese spezielle Verkostungsmethode ermöglicht es uns, die Eigenschaften von Kaffee zu erkunden, der aus gerösteten Kaffeebohnen zubereitet wurde. Doch Cupping ist nicht nur für Kaffeeliebhaber interessant – es dient auch dazu, Defekte in den Bohnen zu erkennen und Mischungen (Blends) zu erstellen. Roaster können mit dieser Methode außerdem den passenden Rohkaffee für ihre individuellen Bedürfnisse auswählen. Aber wie genau funktioniert Cupping?

Vorbereitung auf das Cupping

Um ein erfolgreiches Cupping durchzuführen, benötigen wir neben Kaffee und einer Kaffeemühle auch einige identische Porzellan- oder Glasgefäße. Diese müssen nicht unbedingt professionelle Cupping-Tassen sein, aber sie sollten aus Porzellan oder Glas bestehen und genug Platz bieten – nicht nur für den Kaffee, sondern auch für etwa 150-230 ml Wasser. Außerdem sind eine Waage und ein Timer erforderlich, um bei jeder getesteten Kaffeesorte dieselben Parameter zu verwenden. Eine Cupping-Löffel ist ebenfalls wichtig – am besten ein speziell dafür vorgesehener, aber auch jeder andere Löffel tut es. Wichtig ist, dass er keinen metallischen Nachgeschmack hinterlässt und eine angemessene Größe hat. Natürlich benötigen wir auch Wasser. Im Kaffee spielt Wasser eine entscheidende Rolle – schließlich besteht er zu 90-98% daraus. Daher sollte gefiltertes, weiches und entkalktes Wasser verwendet werden, um den Geschmack des Aufgusses nicht zu beeinträchtigen. Zu guter Letzt benötigen wir noch eine Tasse mit heißem Wasser zum Spülen der Löffel, Wasser zum Ausspülen des Mundes und ein leeres Glas für den ausgespuckten Kaffee.

 


 

Der Cupping-Prozess

  1. Abmessen und Mahlen: Zuerst messen wir die genaue Menge Kaffee ab (das Verhältnis beträgt 5,5 g pro 100 ml Wasser) und mahlen die Bohnen in der Kaffeemühle – am besten etwas gröber als für einen Filterkaffee. Anschließend bewerten wir den Duft des trockenen Kaffees.
  2. Wasserzugabe: Das Wasser sollte frisch aufgekocht sein, aber nicht kochend (idealerweise etwa 93-95 Grad Celsius). Wir starten den Timer und gießen das Wasser gleichmäßig über den Kaffee, um die erforderliche Wassermenge abzumessen. Dabei sollten wir den Kaffee nicht umrühren oder bewegen.
  3. Warten: Nach 4 Minuten folgen die beiden anspruchsvollsten Schritte des Cuppings: das Brechen der Kruste und das Entfernen des Kaffeefilms. Wir stecken den Löffel seitlich in die Kaffeeoberfläche und brechen die Kruste auf. Diese Aktion wiederholen wir zweimal für jede getestete Kaffeesorte und spülen den Löffel nach jeder Probe gründlich ab.
  4. Verkosten: Nachdem der Kaffee etwas abgekühlt ist, beginnen wir mit dem “Siorbania” – dem Schlürfen. Wir probieren jede Kaffeesorte nacheinander, saugen den Kaffee mit einem charakteristischen Geräusch vom Löffel und lassen ihn sich in unseren Mündern und Geschmacksknospen entfalten. So können wir viele Geschmacksnuancen wahrnehmen.

Cupping zu Hause? Aber klar!

Man muss kein professioneller Barista oder Röster sein, um verschiedene Kaffeesorten zu probieren, zu testen und zu bewerten. Wenn wir uns an die oben beschriebene Methode für ein gelungenes Cupping halten, können wir es auch im heimischen Ambiente ausprobieren.

Ich hoffe, dieser Einblick in die Welt des Cuppings hat euch inspiriert. Probiert es aus und lasst euch von den vielfältigen Aromen des Kaffees verzaubern!

Bis bald, Eure Beata

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