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Der Charme von Edelsteinen: Kostbar oder Halbkostbar?

 

Liebe Freundin,

heute möchte ich dich in die faszinierende Welt der Edelsteine entführen. Schon seit der Antike werden Edelsteine klassifiziert, und im 19. Jahrhundert wurden die Begriffe "kostbar" und "halbkostbar" eingeführt, um zwischen verschiedenen Edelsteinen zu unterscheiden. Auch wenn unser heutiges Verständnis von Edelsteinen viel detaillierter ist, beeinflussen diese traditionellen Begriffe immer noch die Preisgestaltung von Schmuck. Lass uns gemeinsam die Unterschiede zwischen diesen beiden Hauptgruppen von Edelsteinen erkunden.

Was sind kostbare Edelsteine?

"Kostbar" beschreibt eine ausgewählte Gruppe von Edelsteinen, die in der Natur seltener vorkommen und ein lebendiges, jedoch immer noch durchsichtiges Aussehen haben. Dazu gehören Diamanten, Rubine, Smaragde und Saphire. Gelegentlich werden auch Jade, Opale und Perlen dazugezählt, obwohl diese meist als halbkostbar gelten.

Einige wichtige Merkmale definieren kostbare Steine:

Härte

Obwohl die Härte variiert – der nahezu kratzfeste Diamant und der weichere, empfindlichere Smaragd – sind kostbare Steine härter und weniger bruchanfällig als halbkostbare. Auf der Mohs-Skala liegen kostbare Steine im Bereich von 10 bis 7,5.

Optik

Mit Ausnahme der farblosen Diamanten sind kostbare Steine transparent und zeigen oft reichhaltige Farben. Viele halbkostbare Steine wie Türkis lassen hingegen kein Licht durch, selbst wenn sie geschliffen sind.

Die 4 Cs

Die 4 Cs (Carat, Clarity, Color, Cut) sind nicht nur für Diamanten relevant, sondern auch für die Bewertung kostbarer Edelsteine. Rubine, Smaragde und Saphire ohne Einschlüsse sind extrem selten und daher besonders wertvoll.

Herkunft

Obwohl einige halbkostbare Steine wie Tansanit als selten gelten, findet man kostbare Steine in ausgewählten Regionen weltweit in kleinen Mengen. Innerhalb jeder Gruppe können bestimmte Farben und Varietäten schwerer zu finden sein.

 

Was sind halbkostbare Edelsteine?

Edelsteine, die nicht in die exklusive Kategorie der "kostbaren" fallen, werden als halbkostbar klassifiziert, obwohl viele ähnliche chemische Eigenschaften teilen. Häufig verwendete Steine für Schmuck sind Beryll, Perlen, Alexandrit, Achat, Amethyst, Aquamarin, Granat, Lapislazuli, Mondstein, Opal, Peridot, Rosenquarz, Spinell, Tansanit, Turmalin, Türkis, Topas, Citrin und Zirkon.

Farbvielfalt

Dank ihrer Vielzahl und Variationen decken halbkostbare Steine ein breites Farbspektrum ab, von Schattierungen bis hin zur Intensität. Diese Farbtöne sind oft heller als bei den meisten kostbaren Steinen.

Weichere Zusammensetzung

Halbkostbare Steine haben meist eine Bewertung von 7,5 oder weniger auf der Mohs-Skala, was die Wahrscheinlichkeit erhöht, dass sie splittern.

Häufigkeit

Obwohl es Ausnahmen gibt, findet man halbkostbare Steine in mehr Regionen weltweit und oft in größeren Mengen.

 

Die Internationale Vereinigung für Farbige Edelsteine unterteilt halbkostbare Edelsteine basierend auf ihrer Seltenheit in:

Neue Klassiker

Schwerer zu findende Steine wie Tansanit, Turmalin, Imperialtopas, Aquamarin und Tsavorit-Granat.

Sammlersteine

Die nächste Stufe umfasst Spinell, Mondstein, Zirkon und Beryll.

Erschwinglich

Häufigere Edelsteine wie Amethyst, blauer Topas, Citrin, Rhodolith-Granat und Peridot.

Ich hoffe, du hast jetzt einen besseren Einblick in die bezaubernde Welt der Edelsteine und ihre Einteilung. Ob kostbar oder halbkostbar, jeder Edelstein hat seinen eigenen Charme und seine eigene Geschichte, die ihn zu etwas ganz Besonderem macht. Vielleicht findest du ja bald deinen persönlichen Lieblingsedelstein?

Bis bald und viel Spaß beim Entdecken!

Deine Adam

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